DER SUBJEKTIVE FAKTOR

Deutschland 1980/1981.16 mm, Farbe und s/w, 138 Minuten. Produktion: Helke Sander Filmproduktion im Auftrag des ZDF. Regie und Buch: Helke Sander. Regieassistenz: Dörte Haak. Kamera: Martin Schäfer. Assistenz: Martin Gressmann. Ton: Karl-Heinz Rösch. Assistenz: Nana Gravesen. Licht: Ralf Lotzin, Michael Wetterling. Ausstattung: Jürgen Reiger. Requisite: Ingrid Buhrmann. Kostüm: Gudrun Zöllner. Maske: Karin Lück. Schnitt: Ursula Höf, Dörte Völz. Musik: Heiner Goebbels. Aufnahmeleitung: Hildegard Westbeld. Redaktion: Sibylle Hubatscheck-Rahn
Darsteller: Angelika Rommel (Anni), Nikolaus Dutsch (Luc), Dominik Bender (Matthias), Lutz Weidlich (Jörn), Johanna Sophia (Annemarie),Tillmann Braun (Till), Klaus Trebes (Uwe), Tobias und Nils Delius, Kai Opitz (Sohn Andres), Hans-Jörg Frey, Karin Mumm, Charlotte Matthiesen, Bill Foster, Felix Backé, Hannes Hellmann, Ulrich Huber, Hans-Dieter Wohlmann, Barbara von Baur, Monika Albrecht, Elmar Altvater, Detlef Autrand, Jan Berg, Eberhard Delius, Helma und Anna Sanders-Brahms, Ingrid Schmidt-Harzbach, Gesine Strempel, Eva Wexler, Helga Wullweber u.a
Uraufführung: 12.6.1981, Berlin (Filmbühne Steinplatz)
Preis: ISDAP Prize, Venedig 1981

Zum Film
DER SUBJEKTIVE FAKTOR ist ein ganz persönlicher Film, der sehr viel mit mir zu tun hat. Er handelt vom damaligen Leben in der Studentenbewegung und auch von der Entstehung der neuen Frauenbewegung. Ich wollte zeigen, wie in einer politischen Bewegung Entscheidungen entstehen, wie individuell und zufällig das zum Teil war. Ich wollte zeigen, wie unterschiedlich die Interessen und die Motive der Leute in der Bewegung waren, und wie jung wir auch damals noch waren. (…) die Schlüsselszene in der Küche, bei der Anne, die Hauptperson in dem Film, zu der anderen Frau in die Küche kommt, die hat sich so zugetragen. So fing das an, mit zwei Frauen. Bald darauf haben wir die ersten Kinderläden gegründet.
Helke Sander im Gespräch mit Gudrun Schäfer, in: femme totale (Hg.): 100 Jahre Frauen und Kino, Bielefeld 1996

 

Literatur zu „der subjektive faktor“:

Kraft Wetzel: „Was lange gärt, wird endlich gut. Einige Gedanken über die Filmemacherin Helke Sander und ihre Beiträge zum neuen deutschen Kino“. In: Film-Korrespondenz, 1978, Nr. 9, S. 8-11

Claudia Lenssen: „Die schwere Arbeit der Erinnerung. Zu Der subjektive Faktor”. In: Frauen und Film, 1981, Nr. 29, S. 41-44

Annette Förster (Hg.): „Subjektitude“ Amsterdam: Feministisch Filmkollektief Cinemien 1982. (Heft in der Reihe “ Het tweede gezicht“ mit Texten von und über H.S.)

Kaja Silvermann: „Helke Sander and the Will to Change“. In: Discourse (Berkeley), 1983, Nr. 6, S. 10-30

Miriam Hansen: „Messages in a Bottle?“. In: Screen, 1987, Nr. 4, S. 30-39

Volker Hage: „Ferne Frauen, fremde Männer. Neue deutsche Erzählungen von Liebe, Eros und Sexualität“. In: Die Zeit, 11.12.1987

Richard W. McCormick: „Re-Presenting History: The Subjective Factor by Helke Sander“. In: ders.: Politics of the Self: Feminism and the Postmodern in West German Literature and Film. Princeton, NJ: Princeton University Press 1991, S. 207-228
Überarbeitete und gekürzte Fassung „Re-Presenting the Student Movement: Helke Sander’s The Subjective Factor“ in: Sandra Frieden, Richard W. McCormick, Vibeke R. Petersen, Laurie Melissa Vogelsang (Hg.): Gender and German Coinema. Feminist Interventions. Bd. 2. Providence, Oxford: Berg 1993, S. 273-293

Miriam Hansen: „‚Frauen und Film‘ and Feminist Film Culture in West Germany“. In: Heresies, 1983, Nr. 16, S. 30-31. – Reprint in: Sandra Frieden, Richard W. McCormick, Vibeke R. Petersen, Laurie Melissa Vogelsang (Hg.): Gender and German Cinema. Feminist Interventions. Bd. 2. Providence, Oxford: Berg 1993, S. 293-298

Kaja Silverman: „Helke Sander and the Will to Change“. In: Discourse (Berkely), 6, 1983, S. 10-30

 

 

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