AUSWAHL

Bücher:

Die Entste­hung der Geschlech­ter­hier­ar­chie als unbe­ab­sich­tigte Neben­wir­kung sozialer Folgen der Gebär­fä­hig­keit und des Fellverlusts
Ein Essay von Helke Sander, 2017.

Fantasie und Arbeit
von Iris Gusner und Helke Sander, 2009.

Biografische Zwiesprache
Schüren Verlag 304 S.
ISBN: 978-3-89472-692-8
Preis: 19,90 €

Dieses Buch ist eine gemeinsame Arbeit der Regisseurinnen Iris Gusner und Helke Sander.
Die Betonung liegt für beide Autorinnen dabei auf „gemeinsam“. Ausgangspunkt war das Bedürfnis nach Orientierung und die Frage danach, wie man die eigenen Lebensgeschichten, die von Zeitgenossen und Wegbegleitern, wie u.a. von Michael Iljitsch Romm , Peter Weiss und Joan Littlewood als Lernprozess und als Gefühl vermitteln kann. Es geht hier um den Dialog zweier Frauen, die einen Großteil ihres Lebens in zwei Teilen eines Landes, in Deutschland Ost und West, verbracht, beide aber auch lange in anderen Sprachen und Ländern gelebt haben und ihre Erfahrungen reflektieren: die künstlerischen Anliegen, die politische Erziehung, die Prägung durch Studenten-und Frauenbewegung und vor allem die beiden gemeinsamen Erfahrungen, in frühen Jahren Kinder bekommen zu haben, für die sie selbst verantwortlich waren. Diese Gleichzeitigkeit, sich in einem in den frühen sechziger Jahren für Frauen unüblichen Beruf durchsetzen zu wollen und für die Kinder sorgen zu müssen, bestimmte die Praxis, die Winkelzüge und allmählich auch die Thematik ihrer Filme, die das allgemein „Verfilmbare“ erweiterten.
Iris Gusner studierte von 1960 bis 1967 an der Filmhochschule Moskau /WGIK/ Regie und bekam ihre beiden Töchter während des Studiums. Sie arbeitete im DEFA-Spielfilmstudio als Regisseurin –  bis  Ende der siebziger Jahre als einzige Frau – und verließ im Sommer 1989 die DDR .
Filme u.a.: “Alle meine Mädchen”, “Wäre die Erde nicht rund”, “Kaskade rückwärts”, “ich liebe dich – April! April!“

Texte für Zeitschriften:

kritik an dem film ”reinlichkeitserziehung“ der gruppe KINDERFILM an der dffb
Hektographiertes Manuskript, 18 Seiten

Entwurf eines ersten Flugblattes des Berliner Aktionsrates
in: Gabriele Dietz (Hg.): Klamm, Heimlich & Freunde: Die siebziger Jahre. Berlin: Elefanten Press 1987, S. 147

Rede des Aktionsrates zur Befreiung der Frauen
Gehalten bei der 23. Delegiertenkonferenz des SDS im September 1968 in Frankfurt
In: Frauenjahrbuch 1. Frankfurt/M. 1975, S. 10-15

Reprint in: Eckhard Siepmann (Red.): Heiß und Kalt: Die Jahre 1944-1969. Berlin: Elefanten Press 1986, S. 624-627. – In: Hilke Schlaeger (Hg.): Mein Kopf gehört mir. Zwanzig Jahre Frauenbewegung. München: Frauenoffensive 1988, S. 12-22 – In: Ann Anders (Hg.): Autonome Frauen. Schlüsseltexte der Neuen Frauenbewegung seit 1968. Frankfurt /M.: Athenäum 1988, S. 39-47 – In: Renate Fischetti: Das neue Kino. Acht Porträts von deutschen Regisseurinnen. Dülmen-Hiddingsel: tende 1992, S. 60-67. – In: Anne Conrad / Kerstin Michalik (Hg.): Quellen zur Geschichte der Frauen, Band 3: Neuzeit. Stuttgart: Reclam 1999, S. 358-368

Englische Übersetzung (Auszug): „Speech by the Action Council for Women’s Liberation“. In: Jump Cut, 1987, Nr. 27. – In: Edith Hoshino Altbach, Jeanette Clausen, Dagmar Schultz, Naomi Stephen (Hg.): German Feminism: Readings in Politics and Literature. Albany, NY: State University of New York Press 1984, S. 307-310

Selbstverständnis des Aktionsrates zur Befreiung der Frau (Berlin) und Arbeitspapier
(zusammen mit Ludmilla Müller)
in: Diagnosen (Frankfurt a.M.), 1968, H. 6, S. 20-26. – In: Bärbel Becker (Hg.): Unbekannte Wesen. Frauen in den sechziger Jahren. Berlin: Elefanten Press 1987, S. 83 ff.

Der SDS – Ein aufgeblasener konterrevolutionärer Hefeteig
Flugblatt Dezember 1968
In: Hermann L. Gremliza (Hg.): 30 Jahre Konkret. Hamburg: Konkret-Literatur-Verlag 1987, S. 122

Projekt Betriebskindergarten
In: Rote Presse Konferenz, Nr. 27/28, August 1969, S. 19-23
Englische Übersetzung: „Project Company Kindergarten“. In: Radical America (Madison, Wis.), 1970, Nr. 2, S. 70-78. – In: Edith Hoshino Altbach (Hg.): From Feminism to Liberation. Cambridge, MA: Schenkman 1971, S. 231-240

Frauenhandbuch Nr. 1, Abtreibung und Verhütungsmittel
Von der Frauengruppe ”Brot und Rosen” (Mitherausgeberin), 1. Aufl., Berlin: Selbstverlag 1972
2. erweiterte und überarbeitete Aufl.: Berlin: Roter Stern 1974
Auszüge in: Marielouise Janssen-Jurreit: Frauen und Sexualmoral, Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1986, S. 320-327

Gründerin der seit 1974 erscheinenden Zeitschrift FRAUEN UND FILM. Bis 1982 Herausgeberin, Redakteurin und Autorin. Dort neben Vorworten, Buchbesprechungen, Kurzkritiken, Festivalberichten und Filmlisten u.a. folgende Artikel:

    Nr. 1, 1974 (Nachdruck 1976), S. 2-4: Vorwort: Von „Film und Frau“ zu „Frauen und Film“
    S. 12-48: Nimmt man Dir das Schwert, dann greife zum Knüppel
    Nr. 2, 1974, S. 8-47:: die legende von paul und paula, eine frauenverachtende schnulze aus
    der ddr (zusammen mit Renée Schlesier)
    Nr. 3, 1974, S. 6-11: die darstellung alter frauen im film
    S. 16-22: zu kluges gelegenheitsarbeit einer sklavin
    Nr. 4, 1975, S. 3-11: die sexuelle reaktion im linken film
    Nr. 5, 1975, S. 37-42: … es kommt drauf an… ins fernsehprogramm!
    Nr. 6, 1975, S. 18-20: filmemacherinnen in st. vincent (zusammen mit Claudia von Alemann)
    S. 21-23: film women international
    Nr. 7, 1976, S. 38-42: mann & frau & animal (Interview mit Valie Export)
    S. 43-46: ein gespräch über die angst, über schönheit und häßlichkeit (zusammen mit
    Elfriede Irrall)
    Nr. 8, 1976, S. 10-12: der seele ist das gemeinsame eigen, das sich mehrt
    Nr. 10, 1976, S. 4-9: gespräch mit susan Ssntag über ihren film promised lands (zusammen
    mit Gesine Strempel)
    S. 47-48: einige bemerkungen zu filme mit dem kamerahelm
    Nr. 15, 1978, S. 5-10: i like chaos, but i don’t know whether chaos likes me
    Englisch in: Jump Cut, Nr. 27, 1982
    Nr. 16, 1978, S. 48-49: filmpolitik als produktionspolitik
    Nr. 18, 1978, S. 3-7: was aus filmen über betroffene wird, wenn diese eine andere meinung
    haben als die filmemacher – zum film der terroranwalt. (zusammen mit Meo Rentzel-
    Hellriegel u.a.)
    Nr. 20, 1979, S. 21-39: die “gute mutter”. gespräch über von wegen schicksal von helga
    reidemeister (zusammen mit Uta Berg-Ganschow u.a.)
    Nr. 23, 1980, S. 14-18: die herren machen das selber, daß ihnen die arme frau feind wird.
    ablehnungsgeschichten. (Der Artikel besteht aus zwei Teilen, der zweite ist von Ula
    Stöckl). – Reprint in: Omnibus (Berlin), 1982, Nr. 6, 1982, S. 6-8 (nur der Teil von
    H.S.) – In: Hans-Helmut Prinzler / Eric Rentschler (Hg.): Augenzeugen. 100 Texte
    neuer deutscher Filmemacher. Frankfurt/M.: Verlag der Autoren 1988, S. 80-88
    Englische Übersetzung in: Eric Rentschler (Hg.): West German Filmmakers on Film.
    Vision and Voices. New York, London: Holmes & Meier 1988, S. 25-30
    Nr. 23, 1980, S. 23-28: krankheit als sprache. eindrücke von den berliner filmfestspielen

Zur Situation der Frau(mit Claudia von Alemann)

Modellseminar, Film- und Literaturverzeichnis

Berlin: Deutsche Kinemathek 1974


Mütter sind politische Personen

In: Courage 1978, Nr. 9, S. 48-43


Pressemitteilungen der Verteidigungsministerin in spe

In: taz, Januar – April 1980

Nr. 1: Erfolg der MBFR-Verhandlungen in Sicht, 21.1.1980

Nr. 2: Über Patriotismus, 31.1.1980

Nr. 3: Männergruppen in die Kasernen, 7.2.1980

Erklärung der Verteidungsministerin in spe: Hoffnung auf eine feministische Strategie

(Auszug aus: Über Beziehungen zwischen Liebesverhältnissen und Mittelstreckenraketen, 20.2.1980)

Nr. 4: Nibelungentreue, 17.4.1980


Über Beziehungen zwischen Liebesverhältnissen und Mittelstreckenraketen

Vortrag, gehalten in der Akademie der Künste Berlin, 17.2.80

In: Courage, 1980, Nr. 4, S. 16-29. – In: Ruth-Esther Geiger, Anna Johannesson (Hg.): Nicht friedlich und nicht still. München: Frauenbuchverlag 1982, S. 35-71

Übersetzungen ins Englische und Holländische


Frauen in der Kunst

Hg. von Gislind Nabakowski, Peter Gorsen, Helke Sander

Frankfurt/M.: Suhrkamp 1980

2 Bände, darin S. 47-74:

Die Madonna mit der Kreissäge – Einige Bemerkungen zum Thema Mütterlichkeit


der subjektive faktor, vertrackt

Broschüre. Berlin: Selbstverlag 1981


Die mythische Vulva

In. taz, 20.11.1981


Für Bahman Nirumand

In: taz, Magazin, 21.2.1982


Faßbinder-Nachruf

Leserbrief zu „Faßbinder Superstar tot“ von Mechthild Küpper

In: taz, 21.6.1982


Der König ist tot, es lebe der König. Neun Jahre Frauen und Film

In: Frauen und Film, 1983, Nr. 34, S. 16-17


Der Absurdität des Lebens ins Auge geschaut

Aus einem Brief an Innenminister Zimmermann

In: taz, 22.6.1985


Das Kittelkleid. Zu Peter Zadeks Inszenierung von Lorcas Yerma

in: taz, 19.10.1985


Überlegungen zum Verhältnis von Kunst und Politik

In: Silvia Eiblmeyr, Valie Export, Monika Prischl-Maier (Hg.): Kunst mit Eigen-Sinn. Aktuelle Kunst von Frauen. Texte und Dokumentation. Wien, München: Löcker 1985, S. 89-92


Versteht Lieschen Müller den kleinen Mann auf der Straße?

Vortrag gehalten im Metropolis-Kino Hamburg, 12.2.1987

In: Frankfurter Rundschau, 18.4.1987. – In: Hilke Schlaeger (Hg.): Die Herren der Dinge. Vom neuen alten Männlichkeitswahn. München: Frauenoffensive 1987, S. 107-124


Brief an die Indianerkommune

In: taz, 28.3.1987


150.000. Tschernobyl und seine notwendigen Folgen

In: taz, 3.6.1987

Unter dem Titel „150.000 Tote und politische Utopien“; in: Antje Vollmer: Kein Wunderland für Alice? Frauenutopien. Hamburg: Konkret-Literatur-Verlag 1986, S. 94-110


Die Geschichten der drei Damen K.

München: Frauenbuchverlag 1987

Taschenbuchausgabe: München: dtv 1991

Übersetzungen ins Holländische, Italienische, Japanische, ins Englische, Russische


Schönheit und Schrecknis

Begründung der Jury zum Kunstpreis Berlin 1987 für Lina Wertmüller

In: Peter W. Jansen / Wolfram Schütte (Hg.): Lina Wertmüller. München, Wien: Hanser 1988, S. 7-10


”You can‘t always get what you want”: The Films of Alexander Kluge

Vortrag, New York, 28.10.1988

In: New German Critique, 1990, Nr. 49, S. 59-68


Ich glaube, daß das Wasser kocht

In: Karlheinz Deschner (Hg.): Woran ich glaube. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus Mohn 1990, S. 238-245


Vier Frauen und ein Mann

In: Hau ab, sagte sie. Geschichten über Verführer , Versager, Väter und Verliebte. Hamburg, Zürich: Luchterhand 1991, S. 120-128


Oh Lucy. Erzählung

München: Kunstmann 1991

Taschenbuchausgabe: München: Goldmann 1993

Übersetzung ins Holländische, Italienische


Sie war eine leidenschaftliche Zeitgenossin

Trauerrede auf Ingrid Schmidt-Harzbach

In: taz, 12.10.1991


BeFreier und Befreite. Krieg, Vergewaltigungen, Kinder

Hg. von Helke Sander und Barbara Johr. München: Kunstmann 1992

Taschenbuchausgabe: Frankfurt/M.: Fischer 1995

Übersetzung ins Japanische


„Du machst es Dir viel zu einfach“

Zu Gertrud Kochs Rezension von BeFreier und Befreite

In: Frankfurter Rundschau, 26.11.1992


Die Gewaltdebatte seit Lucy

In: Johanna Dohnal (Hg): Test the West. Geschlechterdemokratie und Gewalt. Wien: Bundesministerium für Frauenangelegenheiten 1993, S. 43-53


Gewaltakte. Männerphantasien und Krieg

Gespräch zwischen Helke Sander und Roger Willemsen

Hamburg: Klein 1993


Prolog

In: Alexandra Stiglmayer (Hg.): Massenvergewaltigung: Krieg gegen die Frauen.

Freiburg im Breisgau: Kore 1993, S. 7-14


A Response to My Critics

In: October (New York), 1995, Nr. 72, S. 81-88


Die Lizenz zum Abbruch ist für die Frau eine Lizenz zum Leben

In: taz, 10.10.1995


Der erste Mausklick

In: Momente des Lernens. 30 Jahre dffb, Berlin: Deutsche Film- und Fernsehakademie 1996, S. 26-33


Überlegung zur Bewegung

In: Ingeborg Mues (Hg.): Was Frauen bewegt und was sie bewegen. Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1998, S. 283-303


Frauen in der APO

Vortrag in der Evangelische Akademie Bad Boll, 7.2.1998

In: Dutschke und Bloch damals – Zivilgesellschaft heute. Bad Boll: Evangelische Akademie, Protokolldienst, 1998, Nr. 18, S. 96-102

Geänderte Fassung unter dem Titel „Eier in Truhen und Bäuchen“ in: taz, 7.2.1998


Der Hamburger und die Hamburgerin

In: Ingrid Klein (Hg.): Hamburg satt. Hamburg: Die Hanse 1999, S. 64-70


Mr. Baroody und die Mütter

Essay über Funktionalisierung von ”Mütter und Krieg”

In: Emma, 1999, Nr. 4, S. 42-43


Der Seele ist das Gemeinsame eigen, das sich mehrt

In: Feministisches Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.): Wie weit flog die Tomate? Berlin: Selbstverlag 1999, S. 43-57


Für Marie Marcks

In: Thomas Werner (Hg.): Marie Marcks, Karikaturen der letzten 50 Jahre. Heidelberg:

Edition Braus 2000. S.174-181


Wie „Frauen und Film“ entstand. Ein Erlebnisbericht

In: Frauen und Film, 2000, Nr. 62, S. 146-149


Dankbarkeit

In: Helga Dick / Lutz-W. Wolff (Hg.): Money, Honey. Geschichten vom Geld. München: dtv 2000, S. 222-223


Von der Rückseite des Mondes

In: taz, Magazin, 28.12.2002

Brechtiä Brechtiä
In: Panasso, 1964, Nr. 7, S. 317-320