Aus Berichten der Wach– und Patrouillendienste — Nr. 5

AUS BERICHTEN DER WACHUND PATROUILLENDIENSTENR. 5

Deutsch­land 1986. 35 mm, s/w , 10 Minuten. Produk­tion: Helke Sander Film­pro­duk­tion, Fran­cois Duplat. Regie und Buch: Helke Sander. Regie­as­sis­tenz: Jochen Hick. Kamera: Eber­hard Geick. Ton: Gerd Debler. Schnitt: Ursula Höf

Darsteller: Nina Frano­szek, Jochen Baumert, Domi­nique Horwitz

Urauf­füh­rung: 1.2.1987, Hamburg (Metro­polis). – Erst­sen­dung: 20.5.1991 (SAT 1)

Inhalt:

Am hell­lichten Tag schlägt ein Passant in einem Tunnel einen Mann nieder, der gerade eine Frau verge­wal­tigt. Kurz danach verge­wal­tigt der Retter die Frau. Die herbei­ei­lende Polizei nimmt einen inzwi­schen eben­falls erschie­nenen und helfen wollenden jungen Mann fest.

Auch diese Geschichte hat sich ähnlich in einem Berliner Hinterhof zuge­tragen. Der Retter wird zum Täter. Der Film ist mit Hand­ka­mera in einer Einstel­lung gedreht worden. Es gibt zwei leicht vonein­ander abwei­chende Fassungen des Films, also von den drei gedrehten Szenen habe ich zwei als voll­stän­dige Filme über­nommen. Mich inter­es­sierte an diesem Film einmal natür­lich die Geschichte, aber formal fand ich inter­es­sant, wie in einer kurzen Zeit fast jede der betei­ligten Personen von der glei­chen Szenerie aus seinem Blick­winkel eine anderen Eindruck von der Situa­tion bekommt.

Helke Sander, 2003